Über uns im Jahre 2013

Wie bereits gewöhnlich, wollen wir Ihnen über die Tätigkeit unseres Vereins im verflossenen Jahr berichten. In diesem Zeitraum hat sich bei uns viel ereignet - einige Projekte wurden durchgeführt, an einigen Veranstaltungen haben wir teilgenommen.

Vertreter des Vereins nahmen Anfang des Jahres an der Eröffnung zweier Lehrpfade teil, auf denen zweisprachige Informationstafeln über die Lokalgeschichte der multikulturellen Dörfer Motitten und Gerswalde in Ermland-Masuren informieren.
Im März, während einer Feierstunde, haben wir Herrn Hans-Jürgen Schuch verabschiedet. Seine langjährige Zusammenarbeit mit den deutschen Gesellschaften in Westpreußen und Pommern musste er aus Gesundheitsgründen beenden. Seine Tätigkeit für den Elbinger Verein war eng und erwies sich als äußerst fruchtbar.
Anfang Juni fand im Altstädtischen Rathaus eine feierliche Veranstaltung statt, während der Hans Pfau, Vorsitzender des Pangritz Clubs, ein von ihm selbst aus Lindenholz gefertigtes Altstadtmodel Elbings aus dem Jahre 1635, der Stadt übergab. An diesem Treffen nahmen Elbinger aus Deutschland und Persönlichkeiten aus der Stadt und Woiwodschaft teil, auch der deutsche Vizekonsul aus Danzig Hans Rainer Ess war anwesend . Nach dem offiziellen Teil der Feier besuchten der Konsul und die Gäste aus Deutschland unseren Verein. Dabei gab es auch die Gelegenheit, dem Konsul viele Fragen zu stellen sowie viele Themen mit ihm zu besprechen.
Ebenfalls im Juni besuchte unseren Verein Klaus Lüttgen aus Köln. Der Deutsche hatte sich zu Fuß auf den Weg durch Polen, bis Ermland und Masuren gemacht. Sein Ziel war aber der Geburtsort seiner Mutter in der Nähe von Schneidemühl. Insgesamt waren es 2000 Kilometer An diesem Treffen nahmen auch die hiesige Presse sowie Gäste aus Deutschland und Germanistikstudenten teil.
Aus Mitteln für die Konsolidierung der deutschen Begegnungsstätten in Polen war es dem Elbinger Verein möglich, zwei Projekte zu realisieren. Das Projekt u.d.T. „Die Geschichte und die Vorkriegswerke der alten Hansestadt Elbing und Umgebung“ wurde am 21.Juni und das Projekt „Frauenburg im Kopernikusjahr“ am 22.Juni
durchgeführt. Anlass für die Durchführung des zweiten Projektes waren der 540.Jahrestag der Geburt und der 470.Jahrestag des Todes von Nikolaus Kopernikus. An beiden Projekten nahmen 50 Gäste der deutschen Minderheit aus Schlesien und unsere Mitglieder teil. Außer Vorträgen zu beiden Themen konnten die Teilnehmer die Elbinger Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten besichtigen und in Frauenburg das Kopernikus-Museum, das Planetarium und die Kathedrale. Auch ein Orgelkonzert fand statt. Hauptziel der Projekte war die intergesellschaftliche, interregionale Konsolidierung der deutschen Minderheit.
In der ersten Hälfte des Jahres unterstützten unsere Arbeit Studenten der Germanistik, die bei uns im Praktikum waren. Die Zusammenarbeit mit der jungen Generation war beiderseits sehr nützlich.
Am 20.Juli feierte die Gesellschaft das alljährliche Sommerfest. In der für uns vorbereiteten Gartenanlage des Hotels „Unter der Silbernen Glocke“in Cadinen konnten wir miteinander viele Stunden in guter Stimmung und bei schönem Wetter verbringen.Im Programm standen sehr viele Wettbewerbe und Spiele. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Älteren konnten ihre Talente in den Wettbewerben zeigen.
Auf Einladung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in Kassel sowie der Fundacja „Pamięć“ in Warschau fuhren am 4. August Mitglieder unseres Vereins zum deutschen Soldatenfriedhof nach Bartossen bei Lück, um an der Gedenkveranstaltung „10.Jahre deutsche Kriegsgräberstätte Bartossen“ teilzunehmen. Nach der Feier besuchten wir die deutsche Minderheit in Lück
Zwei Vertreter des Elbinger Vereins folgten der Einladung des Heimatkreisvertreters Günther Kuhn und nahmen vom 12. -13. Oktober am sechsten Treffen der Heimatkreise Elbing Stadt und Elbing Land in Bremerhaven teil. Die Stunden schönen Beisammenseins sind viel zu schnell verlaufen.
Aus unserem Bericht erfuhren die Teilnehmer des Treffens über Arbeit, Erfolge und Probleme der deutschen Minderheit. Um unsere Tätigkeit zu unterstützen, spendeten die Anwesenden unserem Verein eine großzügige Summe. Dank ihrer Freigebigkeit konnte die Elbinger Deutsche Minderheit mit Diaprojektor und Laptop ausgerüstet werden.

Auf diesem Wege möchten wir uns nochmals sehr herzlich bei allen Spendern bedanken, ganz besonders bei denen der Heimatkreise Elbing Stadt und Elbing Land sowie auch der Dorfgemeinschaften Lenzen und Maibaum.

Unsere Gesellschaft hat in diesem Jahr den 23.Jahrestag der deutschen Einheit abwechslungsreich begangen.Am 3.Oktober versammelten wir uns im Theatersaal des Studentenhauses, da auf Einladung unseres Vereins die Theatergruppe Dittchenbühne aus dem Mehrgenerationenhaus in Elmshorn -mit dem Vorsitzenden Raimar Neufeld an der Spitze- wieder mal unsere Stadt besuchte.
Diesmal führten die Schauspieler Gerhard Hauptmanns Komödie „Der Biberpelz“ auf.Nach der Aufführung trafen sich die Mitglieder im Vereinssitz, wo fröhlichweiter gefeiert wurde. Doch zunächst hielt Rosemarie Kankowska einen Vortrag mit dem Thema: „Tatsachen über Deutschland“, worin den Zuhörern die neuste Geschichte Deutschlands, näher gebracht wurde.
Tag zuvor haben Vertreter des Vereins auf Einladung der Generalkonsulin der BRD an einer Feier zum Jahrestag der deutschen Einheit teilgenommen.
Krönung der Veranstaltungen zum Tag der Deutschen Einheit war Ausflug in die Dreistadt.Hauptziel des Ausfluges war, die Ausstellung u.d.T. „Weg in die Freiheit“ zu besuchen – die die Geschichte der Gewerkschaft „Solidarnosc“ veranschaulicht.
Die Ausstellung versetzte uns in die Zeit, als Polen sowie das ganze Osteuropa vom Sozialismus überschattet war.Uns ist bewusst, das dank der Solidarnosc auch der Berliner Mauerfall möglich war.
Im Oktober begannen wieder zwei Deutschsprachkurse -für Anfänger und für Fortgeschrittene.
Jeden Donnerstag treffen wir uns in unserem Sitz. Bei dieser Gelegenheit werden Vorträge gehalten sowie oft Gäste, auch aus Deutschland- empfangen.
Das Jahr 2013 werden wir wie gewöhnlich mit folgenden Veranstaltungen krönen: Nikolaustreffen für die Kinder, Adventsfeier für Erwachsene, Adventstreffen im deutschen Brauch für die Kursanten des Sprachkurses und Germanistikstudenten wie auch Besuche der ältesten und kranken Mitglieder.
Bei allen Ämtern, Organisationen, Heimatkreisen, Ortsgemeinschaften, Landsleuten und Freunden, die uns in vielfältiger Form unterstützt und gefördert haben, möchten wir uns recht herzlich bedanken.
Rosemarie Kankowska