Auszeichnung für den Verein

Das Rathaus

Hauptseite

Elbinger Nachrichten – Juni 2010

 Auszug aus der Berichterstattung „Von der Mehrheit zur Minderheit. Für die Heimat, deutsche Sprache und Kultur"

Der Vorsitzende der Truso-Vereinigung (2010), Hans Jürgen Schuch, sprach in Elbing zum Vereinsjubiläum der deutschen Minderheit (Auszug).

 

Sehr gerne bin ich zu Ihnen gekommen, wie so oft seit 1990- also seit 20 Jahren. Ich bringe Ihnen die Grüße und Glückwünsche der Elbinger von früher, die heute überwiegend im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland leben, aber auch in anderen europäischen Ländern und in Übersee. Auch die Landsmannschaft Westpreußen hat mir Grüße und Wünsche auf die Reise zu Ihnen mitgegeben, die ich heute gerne an sie weitergebe. Viele fragen sich – sowohl hier als auch in Deutschland – wie ist es möglich, wie ist es dazu gekommen, dass in dieser Stadt Deutsche und Menschen mit deutschen Wurzeln leben, noch leben oder warum als Minderheit? Als durch die mutigen Anstrengungen der großen Minderheit des polnischen Volkes die Freiheit und die Demokratie 1989 erstritten worden waren, entstand auch in Elbing der Verein der zur Minderheit gewordenen Deutschen.

Seit dieser Zeit habe ich Sie immer wieder besucht, meistens mehrmals im Jahr. Ich durfte Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl erleben, Ihre tägliche Vereinsarbeit und dabei Ihre Freude sich in einer eigenen Begegnungsstätte zu treffen, sich in der Muttersprache zu unterhalten, deutsche Lieder zu singen und deutschsprachige Literatur zu lesen.

Gerne denke ich auch an die kleine Feier anlässlich des zehnjährigen Jubiläums im Jahre 2000. Die Truso-Vereinigung und auch die Landsmannschaft Westpreußen standen immer an Ihrer Seite. Und dies nicht nur mit schönen Worten. Froh und zufrieden bin ich, dass es der Truso-Vereinigung gelang Ihnen den Kauf der Begegnungsstätte zu ermöglichen, die Sie nun als Eigentum besitzen. Zu Ihrer Vereinsarbeit gehören die seit Jahren mit Erfolg durchgeführten Sprachkurse. Sie haben sich nie von anderen, nie von der Mehrheitsbevölkerung abgegrenzt und wurden auf dieser Weise auch zum Brückenbauer der wichtigen deutsch-polnischen Verständigung. Sie haben sich im Lazaruswerk engagiert und pflegen Kontakte zu anderen Vereinen aber auch zu Schulen und Kirchen. Sie fanden allgemein Anerkennung und auch Förderung durch die Stadtbehörden denen ich, besonders dem Herrn Stadtpräsidenten, dafür besonders danken möchte. Für Besucher aus Deutschland ist Ihre Tür stets geöffnet und jeder Gast findet bei Ihnen Beistand und Rat. Besonders lohnenswert erscheint mir die Tatsache, dass der Vorstand nie die ganz alten, die kranken und besonders schwachen Mitglieder vergisst, sie besucht, betreut und zu würdigen weiß. Ich danke allen Mitgliedern für Ihre Treue zum Verein und für ihr Bekentnis zu ihren Wurzeln. Ganz besonders danke ich allen Damen und Herren die in den vergangenen 20 Jahren ihre Kraft, Zeit und Ideen der Vorstandsarbeit zur Verfügung gestellt haben. Ich wollte keine Namen nennen, weil ich niemand vergessen möchte. Aber zwei Namen dürfen nicht verschwiegen werden. Das sind die Namen der langjährigen Vorsitzenden Frau Hildegard Sucharski und ihrer Nachfolgerin Frau Rosemarie Kankowski. Liebe Frau Sucharski, Ihr Einsatz, Ihre erfolgreiche Arbeit verlangt nicht nur Dank, sondern darüber hinaus eine herausgehobene ehrenvolle Anerkennung. Sie haben stets Einsatz und Ideenreichtum bewiesen. Dank Ihrer stets guten Argumente und Ihres starken Durchsetzungsvermögen hat der Verein der deutschen Minderheit Elkbing Stadt und Kreis viel erreicht. Liebe Frau Kankowski, Sie haben aus Verantwortung für die Sacghe der deutschen Minderheit die Nachfolge angetreten. Dafür gebührt Ihnen unser Dank aber auch für Ihre bereits vorher intensive Mitarbeit an der Seite Ihrer Vorgängerin. Ich wünsche Ihnen , dem amtierenden Vorstand und allen Mitgliedern auch in den nächsten Jahren eine erfolgreiche Arbeit, verbunden mit viel Freude und Zufriedenheit….

Die TRUSO-Vereinigung ist der Zusammenschluss von mehreren hundert Elbingern, die seit Kriegsende fern ihrer Heimat Elbing in Deutschland aber auch anderswo, wie z. B. in der Schweiz, leben und besonders an der Geschichte der Stadt und an kulturellen Themen interessiert sind. Die TRUSO-Vereinigung empfindet sich als Nachfolger der bis 1945 in Elbing existierenden historisch-wissenschaftlichen und auch andere Vereinigungen, die allgemeine kulturelle Anliegen verfolgten. Ich erinnere z. B. an die Elbinger Altertumsgesellschaft und die St. Georgen-Bruderschaft.

Vositzender der TRUSO-Vereinigung und auch der Vertreter aller an der Elbinger Heimatarbeit interessierten in Deutschland ist Hans-Jürgen Schuch, von Beruf Museumsdirektor (im Ruhestand).
Die TRUSO-Vereinigung pflegt seit langer Zeit Kontakte zu kulturellen Einrichtungen, die in Elbing jetzt existieren: das Stadtmuseum, die Stadtbibliothek und die katholische sowie die evangelische Kirche. Daher werden diese Institutionen von Vorsitzender regelmäßig besucht.
Die Kontakte zur Heimatstadt wurden von mir etwa 1958 begonnen. Die offiziellen Kontakte, die längst über Kontakte hinaus gewachsen sind, bestehen seit 1995. Damals hatte Herrn Schuch der damalige Stadtpräsident Gintowt-Dziewaltowski zu einem Gespräch eingeladen. Seit dem wurden Truso V. Besuche intensiver, und sie fanden häufiger statt, besonders seit 1998. Seit 1993 veranstaltete die TRUSO-Vereinigung in Zusammenarbeit mit dem Westpreußisches Landesmuseum in Münster mehrere Elbing-Ausstellungen im hiesigen Stadtmuseum.
Seit Gründung der Gesellschaft der deutschen Minderheit in Elbing arbeitet die TRUSO-Vereinigung mit ihren Landsleuten gut zusammen. Dieses ist für TRUSO-Vereinigung eine Herzensangelegenheit ohne jedoch in die praktische Arbeit dieses Vereins einzugreifen oder ihr Vormund sein zu wollen. Die TRUSO-Vereinigung und die Gesellschaft der deutschen Minderheit Elbing sind Partner, die deutsche Herkunft und die Stadt Elbing zusammengeführt haben.

Die TRUSO-Vereinigung ist an allen Vorgängen in der Stadt Elbing und im alten Landkreis stark interessiert. Sie sucht das Gespräch mit den Menschen von einfachen Bürger bis zum Stadtpräsidenten Jerzy Slonina, Bischof Jan Styrna und anderen, die Verantwortung für die Stadt und die Bürger tragen. Zu besonderen Interessensgebieten zählen die in und über Elbing erscheinenden Publikationen.
Geschichte, Gegenwart und Zukunft finden Truso Vereinigung Aufmerksamkeit. Daher berichtet Verein darüber auch gerne in Deutschland. Eine gute Möglichkeit bietet dazu u. a. die Heimatzeitung Elbinger Nachrichten, die seit 1951 erscheint.
Die Äußerung des Vorsitzenden Truso-Vereinigung in 2003 Jahr:
"Wir wünschen uns, das es Elbing und den Menschen in Elbing immer gut und immer besser gehen mag. Wir wünschen dieses, weil wir unsere Heimat lieben."

Bild: Vorsitzender Truso-Vereinigung - Ehrenbürger der Stadt Elbing Hans Jürgen Schuch

Mit einem Klick auf Banner werden Sie Tourismus-Website in Elblag öffnen, welche unter anderem zeigt...Elbinger Altstadt mit der historischen Bebauungsordnung, Schlosshof, Kloster- und Krankenhauskomplex, mit dem für Elbląg charakteristischen Kirchenpfad.