Auszeichnung für den Verein

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Die Deutsche Minderheit in Elbing

Am 12.Mai 2015 feierte die Gesellschaft der deutschen Minderheit in Elbing sein fünfundzwanzigste Jubiläum

Erst nach der politischen Wende im Jahre 1989 durfte die deutsche Minderheit sich offiziell organisieren. Eine aktive Gruppe deutscher Bevölkerung hat diese Gelegenheit genutzt und in dem gleichen Jahr einen deutschen Verein gegründet.

 


 
So entstand die Sozial-Kulturelle Gesellschaft der deutschen Minderheit in Pommern, die am 3.April 1990 im Woiwodschaftsgericht in Elbing registriert wurde. Der Verein umfasste die deutsche Minderheit im Gebiet Marienwerder, Stuhm, Marienburg und Elbing. Die Behörden unserer Stadt vermieteten der Gesellschaft Räume in der Kopernikastr.18 als Begegnungsstätte. Seit 1991 existiert der Verein als Gesellschaft der deutschen Minderheit Stadt und Kreis Elbing, zu der bis 1992 auch Mitglieder von dem Gebiet Marienwerder, Stuhm und Marienburg gehörten.
Wegen dem mit der Zeit stark wachsenden Anzahl der Mitglieder, gründeten Marienwerder im Frühjahr und Marienburg im Juni 1992 eigene, selbstständige Vereine. Erwähnenswert ist, dass von den Gründern des ersten deutschen Vereins nur Manfred Ortmann geblieben und Vorsitzender der deutschen Minderheit in Marienwerder ist. Im Jahre 2001 wurde unser Verein Mitglied des Verbandes der Deutschen Minderheit Elbing und Pommesanien mit dem Sitz in Marienburg und seit 2009 Mitglied des Verbandes der Deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren mit dem Sitz in Allenstein. Im Zusammenhang mit der 25.Jahresfeier des Vereins möchten wir eine Zusammenfassung unserer Tätigkeit während dieser Zeit vorstellen. Vor 25 Jahren sind loyale Bürger Polens mit deutscher Herkunft zusammengekommen, um die deutsche Sprache, Bräuche, Kultur und das Geschichtserbe zu pflegen und vor Vergessenheit zu schützen.
Realisierung der erwähnten Voraussetzungen erfolgte hauptsächlich während der Treffen in unserer Begegnungsstätte, die Dank der Truso-Vereinigung seit dem Jahr 2001 unser Eigentum ist. Hier treffen sich jede Woche unsere Mitglieder, hier arbeitet der Literarische Zirkel, finden Sprachkurse und verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt. Das Ziel ist die humanistischen und geistigen Interessen, so wie umfangreiches Kennenlernen der deutschen Geschichte und Literatur zu entwickeln.
Zu einer Tradition wurde auch die Teilnahme polnischer Gäste an solchen Veranstaltungen, hauptsächlich aus Schulkreisen. Es wurde ein Vorlesewettbewerb in deutscher Sprache für Gymnasium – Schüler aus der Stadt und dem Kreis Elbing durchgeführt. Anlässlich des „Deutsch-Polnischen Jahres (2005) unterstützte unser Verein verschiedene Projekte, die die Schulen aus diesem Anlass veranstalteten. Der deutsche Verein war Mitveranstalter des Wettbewerbes zum Thema „Ferdinand Gottlob Schichau“, den das Gymnasium Nr 9 durchgeführt hat. Die Deutschlehrer mit ihren Schülern besuchen unsere Begegnungsstätte mit dem Ziel die deutschen Bräuche kennenzulernen und stellen uns oft kurze deutsche Gedichte, Lieder und Aufführungen vor.
Damit das Geschichtserbe nicht in Vergessenheit gerät, wurden mit großer Unterstützung der Truso-Vereinigung und der Stadt Elbing, auf ehemaligen Friedhöfen in Elbing, die jetzt nur Grünanlagen sind, Gedenktafeln in Deutsch und Polnisch aufgestellt Zum Gedenken an den größten Elbinger Unternehmer Ferdinand Schichau wurde ein Gedenkstein mit zweisprachiger Tafel neben dem Markttor angelegt. In Lenzen an der Kirche ist eine Gedenktafel für die Gefallenen und ermordeten Einwohner eingesetzt worden. Der Verein hat sich bei der Aufstellung eines Gedenksteines in Zeyer/Bielnik zum Gedenken an die dort vor dem Jahr 1945 lebenden Deutschen, beteiligt.
In den 25 Jahren entwickelte sich sehr erfolgreich die Zusammenarbeit mit den deutschen und polnischen Organisationen, anderen Minderheiten in Elbing.. Wir bemühen uns gute Kontakte zwischen den Polen und den Deutschen im Zeichen der Verständigung zu fördern und als Brückenschlag zu dienen. Unser Verein organisiert mit der Ukrainischen und Roma Minderheit verschiedene gemeinsame Veranstaltungen. Im September 2011 haben wir einen Zusammenarbeit-Vertrag mit der Elbinger Berufshochschule im Bereich Kultur, Geschichte beider Nationen, regionaler Tradition u.a. unterschrieben.
Als Beispiel der guten Zusammenarbeit mit lokalen Behörden können wir folgende Vorhaben erwähnen: Der Verein förderte Anträge für finanzielle Zuwendung der Stadt Elbing und Tolkemit an die Stiftung der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit.
Von den Zuwendungen wurden zwei Bürgerhäuser in der Altstadt aufgebaut, die Galerie EL hat ein neues Dach bekommen, das Marktor wurde teilweise renoviert und in Tolkemit wurde eine Abwasserreinigungsanlage gebaut. Der deutsche Verein war Mitgründer der Lazarus Hilfsstationen in der Stadt Elbing und der Gemeinde Elbing. Wir haben uns ums Geld bei dem Auswärtigen Amt in Deutschland für die erste Ausstattung der Hilfsstationen bemüht. Sehr erfolgreich ist die Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig, mit der Landsmannschaft Westpreußen, der Truso-Vereinigung, dem Verein Heimatkreise Elbing-Stadt und Elbing-Land, dem Pangritz Klub, mit dem Verband der deutschen Gesellschaften in Oppeln, der Schlesischen Stiftung, dem Verband der Deutschen Gesellschaften in Allenstein, wie auch mit der Partnerstadt Leer.
Wir sind uns dessen bewusst, dass Dank den guten Kontakten und vielseitiger Unterstützung der Stadtverwaltung von Elbing, die Realisierung unserer Pläne in den vergangenen Jahren erfolgreich sein konnte.
Für die unterstützende Hilfe sagen wir allen herzlichen Dank. Über die ganze Geschichte des Vereins und all die Ereignisse ist es unmöglich hier in dem gegebenen Zeitraum zu berichten, deswegen ist es lediglich eine kurze Zusammenfassung unserer Tätigkeit.
In den nächsten Jahren bemühen wir uns weiterhin unser Deutschtum zu pflegen und unseren Beitrag in den Prozess der Deutsch-Polnischen Verständigung einzubringen – und damit vertrauenswürdig gegenüber der allgemeinen Gesellschaft zu bleiben.

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