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Die Deutsche Minderheit in Polen

In Polen leben etwa 200.000 Bürger deutscher Nationalität.

Nach der Volkszählung wurden 147.094 Personen registriert, die ihre Nationalität als deutsch deklarierten. Diese Volksgruppe ist in elf Woiwodschaften vorhanden. Der größte Teil von ihnen lebt in der Woiwodschaft Oppeln (104.399 Personen), gefolgt von den Woiwodschaften Schlesien (Hauptstadt: Kattowitz – 30.531), Ermland-Masuren (Allenstein – 4.311), Pommern (Danzig – 2.016), Niederschlesien (Breslau – 1.792), Westpommern (Stettin – 1.014), Großpolen (Posen – 820), Kujawien-Pommern (Bromberg – 636), Lebus (Grünberg – 513), Masowien (Warschau – 351) und Lodsch (263).

 Zielsetzung der Deutschen Minderheit in Polen.

Wichtige Ziele der kulturellen Arbeit der deutschen Minderheit sind die Erinnerung an deutsch-polnische (regionale) Kultur, die Pflege ihrer Traditionen, die Förderung des interkulturellen Dialogs sowie die Etablierung und Erhalt der Lehre der deutschen Sprache in Kindergärten und Schulen. Sowohl die Unterstützung und Vertiefung partnerschaftlicher deutsch-polnischer Beziehungen als auch die Förderung ihrer Gemeinschaft im Einnehmen einer wichtigen Rolle in der polnischen Zivilgesellschaft sind wichtige Merkmale. Vor allem in der schlesischen Woiwodschaft Oppeln ist die deutsche Minderheit gut organisiert, sie stellt hier Landtagsabgeordnete, Bürgermeister und Gemeindevorsteher, unlängst sind eine Reihe von zweisprachigen Ortsschildern aufgestellt worden. Dennoch steht sie wie in anderen polnischen Regionen vor einigen Herausforderungen. Die Verbundenheit zur deutschen Kultur ist bei der älteren Generation stärker als bei den Jungen ausgeprägt und die Herausforderungen der Spitze der deutschen Minderheit bestehen weitestgehend darin, die deutschen Sprachkenntnisse sowie die Identität ihrer Angehörigen zu festigen und zu erhalten.

Organisationen der Deutschen Minderheit in Polen

Die Gesellschaften wurden in der ersten Linie von denjenigen gegründet, die noch zu deutschen Zeiten geboren wurden und der deutschen Sprache mächtig waren. Und tatsächlich es hat sich vieles geändert. Die Solidarność-Bewegung hat das Land verändert und somit auch die Einstellung gegenüber den in Polen lebenden Minderheiten. Deutsch durfte wieder in den Schulen in dem Gebietet, wo es bisher verboten war, unterrichtet werden. Anfangs fehlten Lehrer für den Unterricht und es halfen sowohl pensionierte Lehrer aus der Bundesrepublik als auch die älteren Vertreter der Minderheit selbst mit aus.
1991 wurde der Verband der sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen gegründet, also der Dachverband für alle deutschen Gesellschaften.
Zu den ständigen Mitgliedern des Verbandes gehören:
1. Sozial-Kulturelle Gesellschaft der Deutschen, Bezirksvorstand Oppeln
2. Sozial-Kulturelle Gesellschaft der Deutschen, Bezirksvorstand Schlesien
3. Verband der deutschen Gesellschaften im ehemaligen Ostpreußen, Bezirksvorstand Ermland-Masuren
4. Bund der deutschen Minderheit, Bezirksvorstand Pommern
5. Sozial Kulturelle Gesellschaft der deutschen Minderheit, Bezirksvorstand Westpommern
6. Bund der Bevölkerung deutscher Volkszugehörigkeit, Bezirksvorstand Kujawien - Pommern
7. Deutsche Sozial Kulturelle Gesellschaft, Bezirksvorstand Lodsch
8. Sozial Kulturelle Gesellschaft der deutschen Minderheit, Bezirksvorstand Lebuser Land
9. Deutsche Sozial Kulturelle Gesellschaft, Bezirksvorstand Niederschlesien
Die Deutschen haben im Laufe der Jahre auch viele Zweckorganisationen gegründet – die wichtigsten sind:
• Stiftung für die Entwicklung Schlesiens und Förderung lokaler Initiativen
• Wirtschaftskammer Schlesien
• Bauernverband
• Verband schlesischer Landfrauen
• Wohltätigkeitsgesellschaft
Die Tätigkeit der Deutschen beschränkt sich nicht nur auf die eigene Bevölkerungsgruppe, sondern auch auf das gesellschaftliche Umfeld und die Region.

 

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